FAQ

Fragen und Antworten zu unserer Baugruppe

WIE ARBEITET IHR?

Wir treffen uns i.d.R. 14-tägig zu einem Arbeitstreffen, in dem wir die anliegenden Aufgaben besprechen und unsere Beschlüsse für das weitere Vorgehen treffen. Außerdem organisieren wir Wochenendworkshops, um komplexere Themenstellungen zu bearbeiten. An solchen Wochenendterminen ist dann auch Gelegenheit für die Kinder, sich schon mal kennenzulernen. Gelegentlich treffen wir uns außerdem, um andere, schon realisierte Wohnprojekte zu besichtigen. Zusätzlich zu den allgemeinen Arbeitstreffen teilen wir uns in Arbeitsgruppen auf, die Beschlussvorlagen ausarbeiten für Themenfelder wie Öffentlichkeitsarbeit, Organisation, Finanzen, Architektur oder rechtliche Fragen und Verträge.

WAS IST BEI EUCH IN NÄCHSTER ZEIT GEPLANT?

Wir hoffen derzeit auf ein städtisches Grundstück in zentraler Lage und bereiten uns darauf vor, an einem entsprechenden Bewerbungsverfahren teilzunehmen. Hierzu haben wir von einem Finanzdienstleister unsere potentielle Finanzkraft als Gruppe prüfen lassen, beschäftigen uns mit der Wahl unserer Rechtsform als Baugemeinschaft, arbeiten mit unserem Architekten-Paar an einem ersten Entwurf für das Gebäude und suchen weitere Interessenten.

WIE FINANZIERT IHR EUCH?

Als Planungsgemeinschaft haben wir einen GbR-Vertrag geschlossen, der unsere Ziele festschreibt und unsere Entscheidungsprozesse regelt. Teil dieser Regelungen ist ein Eintrittsgeld von 750€ und bei Bedarf notwendige Nachschüsse, um die Bewerbung um ein Grundstück zu finanzieren.

HABT IHR AUCH IRGENDWELCHE PROFIS MIT IM BOOT?

Wir lassen uns von einem Finanzdienstleister beraten und haben das Architekten-Paar Alte Windkunst/Herzogenrath mit ersten Entwürfen für unser Bewerbungsgrundstück betraut. Je nach Fragestellung suchen wir auch externe Berater für unsere Workshops. Außerdem stehen wir im Verein „Wohnen mit Kindern e.V.“ in gutem Kontakt zu vielen Bewohnern schon realisierter Projekte und sind somit umgeben von vielen erfahrenen Profis. Da wir selbst Bauherr sein werden, ist es unabdingbar, dass wir uns mit der Zeit selber zu Profis entwickeln.

WANN UND ZU WELCHEM PREIS KANN MAN BEI EUCH EINE WOHNUNG BEKOMMEN?

Die Wohnungen planen und bauen wir gemeinsam und wer sich an diesem Entstehungsprozess beteiligt, kann seine eigene Wohnung mitgestalten und Grundsatzenzscheidungen bzgl. des späteren Zusammenlebens mit fällen. Für Düsseldorf muss man derzeit mit etwa 4000€ pro qm Baukosten (inkl. Grundstück und Gemeinschaftsflächen) rechnen. Um dieses Vorhaben gemeinschaftlich stemmen zu können, sollte jeder mind. 20% Eigenkapital einbringen können. Wenn alles gut läuft, werden in der Bauphase nur noch vereinzelt Wohnungen zu vergeben sein, für die man sich dann noch kurzfristig bewerben kann. Also besser jetzt schon einsteigen! 🙂

WIE KANN ICH MITGLIED DER PLANUNGSGEMEINSCHAFT WERDEN?

Interessenten können sich unter Kontakt in unsere aktuelle Interessentenliste aufnehmen lassen und erhalten dann newsletterartig Informationen zu unseren Aktivitäten. Wer mitmachen möchte, sollte eine Zeit lang an unseren Arbeitstreffen teilnehmen, um uns und unseren Arbeitsstil kennenzulernen und sich mit eigenen Fähigkeiten und Konzepten in die Gruppe einzubringen. Über die Aufnahme als Gesellschafter in unsere Planungs-GbR entscheiden die Mitglieder in einer Gesellschafterversammlung.

Allgemeine Informationen zu Baugruppen

Was sind Baugemeinschaften / -gruppen?

Die Baugemeinschaft ist ein rechtlicher Zusammenschluss von Bauwilligen, die selbstgenutztes Wohneigentum schaffen und an Planung und Bau auch aktiv mitgestalten wollen

Vorteile – Wohnzufriedenheit

Warum Baugruppen? Vorteile des Gruppenbauens:

  • Funktionale Qualität (individuelle Raumprogramme)
  • Ästhetische Qualität (Mitplanmöglichkeit, freie Material- und Ausstattungswahl)
  • Soziale Qualität (eine früh bekannte Nachbarschaft, Gemeinschaftsräume und –flächen)
  • Ökologische Qualität (geringerer Flächenverbrauch als beim Einfamilienhausbau, geringerer Energiebedarf als beim Einfamilienhaus, freie Materialwahl)
  • Kosteneinsparung (Wegfall sonst üblicher Kalkulationspositionen, Eigenleistung, Kosteneinsparung bis zu 20 % gegenüber konventionellen Wohnprojekten)
  • Vielfalt aufgrund hoher Individualität
  • Integration (Spätere soziale Nachbarschaftshilfe ist über die Gruppenzusammensetzung planbar)
  • Arbeitsteilung (Jedes Gruppenmitglied erledigt in der Planungsphase entsprechend seinen Fähigkeiten und Kenntnissen ganz bestimmte Aufgaben)
  • Partizipation an Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen

Ablauf / Zeitplan

Findungsphase
  • Findung einer Initiativ- oder Gründungsgruppe mit gemeinsamer Zielstellung (Start mit einer kleinen Gruppe)
  • Definition der Baugemeinschaft – Größe, Zusammensetzung, Ziele
  • Klärung vom Wohnkonzept
  • Standortsuche, Vorauswahl des Grundstücks
  • Fortlaufende Öffentlichkeitsarbeit und Mitbewohnersuche
  • Prüfung der finanziellen Ressourcen
Planungsphase
  • Einholung fachlicher Beratung in Rechts-, Finanzierungs-, Buchhaltungs- und versicherungstechnischen Fragen
  • Formale Gründung der Gemeinschaft – Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen mit verbindl. Vereinbarungen
  • Kontaktaufnahme mit Baubehörde und Architekt, Klärung der baurechtlichen Rahmenbedingungen, Vorentwurf
  • Schaffung der finanziellen Grundlagen
  • Kauf des Grundstücks
  • Planung des Bauvorhabens
  • Reservierung bestimmter Wohnungen
  • Aufnahme weiterer Mitglieder
  • Organisation des nachbarschaftlichen Wohnens
  • Moderation von Gruppensitzungen
  • Klärung von Konflikten im Projekt
  • Teilungserklärung
  • Klärung von Sondernutzungsrechten für Gemeinschaftsflächen
  • Einholung der Baugenehmigung.
Bauphase
  • Eröffnung eines gemeinsamen Baukontos
  • Partizipation an weiterführender Planung und ggf. Realisierung des Bauvorhabens
  • wirtschaftliche Baubetreuung
  • Rechnungsprüfung, Kostenkontrolle
  • Klärung der Zahlungsmodalitäten,
  • Abnahme der Bauleistungen
Wohnphase
  • Sondereigentumsbildung der individuellen Wohneinheiten
  • (ggf. mit weiterem Sondereigentum wie z.B. Gewerbeeinheiten und Sondernutzrechte für Terrassen, Stellplätze etc.)